Eine Kooperation von Werkstätten für Menschen mit Behinderung

Vielfalt ist ein Kooperationsprojekt von Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM). Unser Ziel ist die Intensivierung der vertrieblichen Aktivitäten im Bereich der Eigenproduktion.

Anfang 2009 haben sich zehn Werkstätten für Menschen mit Behinderung zusammengeschlossen, um gemeinsame Aktionen zur Vermarktung ihrer Eigenprodukte zu planen. Die Produkte der teilnehmenden Werkstätten zeichnen sich durch hohe Qualität aus. Die langjährige Vertriebserfahrung trägt positiv zu dem erfolgreichen Verkauf der Produkte aus eigenen und anderen Werkstätten für Menschen mit Behinderung bei.

Unsere Ziele sind:

  • die nachhaltige Entwicklung der Eigenproduktion
    Wir haben uns zum Ziel gesetzt den Bereich der Fertigung von Eigenprodukten zu stärken. Durch die vielfältigen Anforderungen entstehen interessante, besonders rehabilitativ wertvolle Tätigkeiten zur Förderung von Menschen mit Behinderung.
  • die Stärkung der eigenen und gemeinsamen Marktposition
    Durch die Kooperation soll die eigene Marktprofilierung nachhaltig gestärkt werden. Ein professionelles Erscheinungsbild der Werbeträger, sowie die verabredeten Qualitätsmerkmale der Partner, tragen zu einer positiven Markenbildung bei.
  • die Verbesserung der Wirkung der vertrieblichen Aktivitäten
    Mit den durchgeführten Aktivitäten wird eine Umsatzsteigerung der teilnehmenden Werkstätten beabsichtigt. Hierbei werden Synergieeffekte im Bereich der Herstellung von verschiedensten Medien genutzt.
  • eine bundesweite Ausrichtung
    Die bundesweite Ausrichtung der Kooperation soll eine Steigerung der Rentabilität im Bereich der Eigenproduktion mit sich bringen. Das wird insbesondere durch das von allen teilnehmenden Werkstätten festgelegte Sortiment, wie auch die verabredete Vertriebsmaßnahmen erreicht.
  • einen Beitrag zur Beschäftigungssicherung im Bereich Eigenproduktion zu leisten
    Die Beschäftigungslage in den einzelnen Werkstätten im Bereich der Eigenfertigung soll nachhaltig gestärkt werden. Mit den gemeinsamen Aktivitäten wird dazu beigetragen, dass Menschen mit Behinderung einen dauerhaften, zukunftsträchtigen Arbeitsplatz in diesem Bereich zur Verfügung gestellt werden kann.

Wer kann an dem Projekt teilnehmen und wie konkret ist die Beteiligung der Werkstätten für Menschen mit Behinderung:

  • Produzenten und Einzelhandel bzw. Werkstattladenbetreiber der WfbM
    Teilnehmer an dem Projekt sollen Erfahrung im Bereich der Eigenfertigung von Produkten haben, die an Endverbraucher sowie dem Fachhandel vertrieben bzw. verkauft werden. Des Weiteren sollen Strukturen für den Vertrieb von Produkten an Endverbraucher bestehen. Durch diese Kombination versprechen wir uns einen größtmöglichen Vorteil in der Vermarktung der produzierten Produkte, da wir unmittelbar auf Produktion und Absatz Einfluss nehmen können.
  • Neuaufnahmen bzw. Werbung neuer Mitglieder für Vielfalt
    Grundsätzlich wird eine Produktvielfalt und keine Überschneidung von Produkten gewünscht.

Kriterien zur Neuaufnahme:

  • Werkstattladen
  • Eigenproduktion
  • eigenverantwortliche Entscheidung innerhalb einer zweijährigen Budgetplanung
  • Teilnahme an den viermaligen Treffen von Vielfalt pro Jahr
  • aktive Mitwirkung in einem der Themenbereiche/Gremien
  • ggf. online shop
  • ggf. Messeauftritte

Produktanforderungen:

  • gefertigt in der eigenen Werkstatt
  • Qualitätsanspruch erfüllen (Erfüllung der Norm für den Produktbereich)
  • garantierte Lieferfähigkeit
  • üblicher Marktpreis erzielbar
  • ansprechendes Design
  • Nachhaltigkeit

Greift einer der aufgeführten Kriterien nicht bzw. nicht mehr, kann dies zum Ausschluss aus der Kooperation führen.
Es besteht eine beidseitige Kündigungsmöglichkeit 3 Monate zum Jahresende.

Verlässliche Partnerschaft
Wir sind eine rechtlich nicht organisierter Zusammenschluss von selbstständigen Werkstätten für Menschen mit Behinderung. In der Kooperation gehen wir wechselseitige Verpflichtungen ein, deren Einhaltung für die Teilnehmer hohe Priorität hat. Über die Beteiligung weiterer Partnerwerkstätten muss im Rahmen der Kooperation Einvernehmen bestehen. Jede der teilnehmenden Werkstätten kann seinerseits jederzeit ohne Angabe von Gründen aus dem Projekt ausscheiden. Ebenso ist es möglich, die Beteiligung für eine Zeit von bis 24 Monaten ruhen zu lassen(passive Teilnahme). Danach ist eine endgültige Entscheidung zu treffen.

Verbindliche Projekt- und Kostenzusagen
Alle Kooperationspartner sind damit einverstanden, dass sie sich je nach Projekt an den Kosten angemessen beteiligen.
Weiterhin verabreden die Teilnehmer, dass einmal begonnene Projekte nach Zusage der Beteiligten zusammen durchgeführt werden.

An diesem Projekt nehmen teil:

  • Werkstatt Bruckberg, Diakonie Neuendettelsau
  • Praunheimer Werkstätten gemeinnützige GmbH
  • Werkstätten der Lebenshilfe e.V. Schweinfurt
  • von Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
  • Caritas-Werkstätten des Caritasverbandes für den Kreis Coesfeld e.V.
  • Lebenshilfe Hildesheim
  • Dominikus-Ringeisen-Werk Maria Bildhausen


Die Koordination dieser Kooperation wird über die Genossenschaft der Werkstätten eG, Kassel vorgenommen. Für weitere Informationen steht Ihnen Herr Stückerjürgen (Stiftung Bethel) sowie die GDW eG in Kassel zur Verfügung.
Ihr Vielfalt Team


Schönes und Nützliches aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung